Cannapeer - Cannabisprävention an Bayerischen Schulen und Hochschulen: Entwicklung eines Peer-to-peer Ansatzes

Projektbeschreibung

Cannabiserfahrung hat heute etwa jeder zehnte Teenager und etwa die Hälfte der jungen Erwachsenen in Deutschland. Mit der Legalisierung des Konsums für Erwachsene wird ein weiterer Anstieg von Konsumerfahrung und deren potenziellen negativen Folgen erwartet. Das Projekt „Cannapeer – Cannabisprävention an Bayerischen Berufsschulen sowie Hochschulen und Universitäten: Entwicklung eines Peer-Ansatzes“, gefördert durch das Staatsministerium für Gesundheit, Pflege und Prävention, soll die Bemühungen zur Cannabisprävention an bayerischen Schulen ergänzen und gezielt eine geeignete Präventionsstrategie für ältere Schülerinnen und Schüler sowie Studierende schaffen.

Als einer der Pilotstandorte beteiligt sich die Hochschule für angewandte Wissenschaften Kempten in Kooperation mit dem LRA Oberallgäu noch bis Ende 2025 an diesem Modellprojekt. Die Projektleitung liegt bei Frau Prof. Dr. Bühler, die Projektkoordination übernimmt Frau Dr. Müller. Weitere Pilotstandorte sind die Otto-Friedrich-Universität Bamberg und die Hochschule für angewandte Wissenschaften München. Als zentrale Kooperationspartner fungieren das Bayerische Zentrum für Prävention und Gesundheitsförderung (ZPG) im Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit sowie das Institut für Therapieforschung (IFT).

Ziel ist es Nicht-Konsumierende darin zu stärken, abstinent zu bleiben sowie Konsumierende anzuregen, ihren Konsum zu reflektieren und ggf. zu beenden oder durch Maßnahmen der Harm-Reduction verantwortungsvoller zu gestalten. Dabei spielen eine sachliche Grundhaltung, Kommunikation auf Augenhöhe und ansprechende Aktionen eine wichtige Rolle.

So führten die Peers, die für das Projekt eigens geschult wurden, bereits Workshops in den Berufsschulen und an der Hochschule durch, entwickelten ein eigenes Logo, ein Brettspiel im „Wer wird Millionär?“-Stil („Cannabillionär“) sowie Info-Postkarten, nahmen einen Podcast auf und veranstalteten Filme- und Spielabende. So soll das Projekt auch letztlich zu einem erfolgreichen Studium oder einer erfolgreichen Ausbildung beitragen. Flankierend werden Netzwerktreffen mit den Kooperationspartnerinnen an den Berufsschulen sowie den Akteuren der Cannabisprävention in Kempten veranstaltet, die zur Vernetzung und nachhaltigen Implementation des Projekts beitragen sollen.

Für das kommende Semester ist die Durchführung von weiteren Workshops an Hochschule und Berufsschulen sowie ein Instagram-Account geplant. Daneben soll eine interaktive Aktion mit größerer Reichweite an den Berufsschulen stattfinden.


Projektleitung

Projektdauer

01.01.2024 - 30.06.2026

Projektpartner

Otto-Friedrich-Universität Bamberg
IFT Institut für Therapieforschung gGmbH
Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit

Projektträger

Bayerisches Zentrum für Prävention und Gesundheitsförderung im Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit

Projektförderung

Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit, Pflege und Prävention

Adressierte SDGs (Sustainable Development Goals)