Mit dem Projekt ERDDE soll der Versuch unternommen werden, den wachsenden Bedarf nach alternativen Erfolgsindikatoren und einer engeren Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger, durch die pilothafte Umsetzung eines Bürgerpanels, kosteneffizient zu bedienen. Im Sinne einer Machbarkeitsstudie möchte das Vorhaben am Beispiel Füssen demonstrieren, wie tourismuspolitische Entscheiderinnen und Entscheidern zeitnahes Feedback zum subjektiven Tourismuserleben der lokalen Bevölkerung erhalten und das lokale Wissen der Bürgerinnen und Bürger (aber auch deren Sorgen und Wünsche) als Ressource für die nachhaltige Destinationsentwicklung erschließen und nutzbar machen können.
Der zu entwickelnde Ansatz soll skalierbar, regional übertragbar sowie zeit- und kosteneffizient sein. Zudem gilt es, eine Instrumentalisierung des Panels durch Randgruppen anhand geeigneter Formen der Teilnehmerrekrutierung zu verhindern und die Potenziale innovativer plattformbasierter Beteiligungstools aus Sicht der Praxis zu bewerten.
Im Rahmen eines Methodenexperiments sollen dazu ausgewählte Stichprobenverfahren sowie zwei unterschiedliche digitale Befragungs- bzw. Beteiligungstools erprobt und hinsichtlich Rücklaufquote, Repräsentativität, Panelmortalität und Wirtschaftlichkeit bewertet werden.
Damit adressiert das Vorhaben aktuell vorhandene Umsetzungs- und Erkenntnislücken – mit dem Ziel, die Machbarkeit und die Potenziale plattformbasierter Beteiligungsformate für die nachhaltige Entwicklung von Destinationen und Lebensräumen in Bayern zu demonstrieren.