astra plus ist ein Gesundheitsförderungsprogramm für
Pflegeschulen, Pflegeauszubildende und Praxiseinrichtungen. Es wird vom Deutschen
Netzwerk rauchfreier Krankenhäuser in Berlin bundesweit koordiniert.
Angesichts einer hohen Stressbelastung und überdurchschnittlichen
Raucherquote in der Pflege in Ausbildung und Beruf ist das Ziel des Programms,
eine professionelle Gesundheitskompetenz bei Pflegeauszubildenden aufzubauen. Geschulte
Trainerinnen und Trainer bearbeiten mit den Schulen und den Pflegeauszubildenden
in sieben Modulen Inhalte und Strategien zu gesundem Lebensstil, aktiver
Stressbewältigung und Rauchstopp. Dabei geht es um ihr eigenes Verhalten aber
ebenso um den Aufbau gesunder Rahmenbedingungen in Schule und Praxis. Durch die
Vermittlung von Raucherberatungskompetenzen sollen die zukünftig Pflegenden
zudem selbst zu Akteuren und Multiplikatoren einer gesamtgesellschaftlichen
Reduktion des Tabakkonsums werden.
Projektpartner sind neben der Hochschule Kempten die
Hochschulen Hannover und Esslingen, das IFT München, rauchfrei plus, PA-TRES
sowie die DAK-Gesundheit. Letztere fördert das Programm auf der Grundlage von
§20b im Präventionsgesetz.
Das IGG übernimmt seit 2023 als Transferprojekt die
Evaluation des Programms im Projekt „aQuaE astra plus - Qualitätsmanagement und
Evaluation“ (Leitung Frau Prof. Dr. Anneke Bühler). Das Evaluationskonzept wurde
überarbeitet. Ein digital gestütztes Management der Daten wird aufgesetzt. Der
zukünftige Einsatz von Evaluationsinstrumenten in leicht verständlicher Sprache
für Menschen mit nichtdeutscher Muttersprache wird beforscht. Die Auswertung
der Routine-Daten und der anschließende Transferprozess dient der
Programmweiterentwicklung. Vertiefende Auswertungen beleuchten ausgewählte
Themen wie z. B. Zusammenhang zwischen Pausenkultur und Gesundheitsverhalten
und werden publiziert.